Dienstag, 24. Mai 2016

Mutti allein Zuhaus

Tja, seit der Geburt meines Sohnes im Sommer 2014 bin ich mehr oder weniger ohne Arbeit Zuhause. Eigentlich ja schon zwei Monate früher, aber das macht bei zwei Jahren auch nicht mehr viel Unterschied.

Ein kurzes Job - Intermezzo gab es Anfang 2015, als ich für zwei Monate montags und dienstags zur Uni fuhr, um in meinem Job von vorher weiter zu arbeiten.
Es war eigentlich geplant, dann langsam ein paar Stunden mehr zu arbeiten, doch wie immer kam etwas dazwischen.

Der Papa Fuchs bekam ein tolles Angebot in Bayern, und mit dem Stellenabbau seiner alten Firma im Rücken, und meiner Teilzeit, war es irgendwie keine Frage mehr, ob wir umziehen oder nicht.

Jetzt wohnen wir ein Jahr in Bayern, und irgendwie drängt sich mir eine Bilanz auf.
Ich habe immernoch keine Arbeit gefunden. Scheinbar vor allem, weil ich keine vierzig Stunden arbeiten kann, in einer Branche, in der vor allem Männer tätig sind.

Immerhin hat der kleine Fuchs seit Januar einen Krippenplatz, denn sonst bekäme ich nicht einmal Arbeitslosengeld (Ein Kind unter drei muss mindestens 15 Stunden die Woche fremdbetreut sein, sonst ist man ja nicht vermittelbar...).

Natürlich ist es nicht so, dass ich Freizeit nicht zu schätzen wüsste, aber ich definiere mich nicht über ein süßes, artiges Hausmütterchen, das das Haus dekoriert und lecker Marmelade einkocht. (Nichts gegen selbstgemachte Marmelade *lecker*!)

Ich habe nicht studiert, als eine von vier Frauen aus meinem Jahrgang (in meinem Studienfach, in meiner Unistadt) das Diplom bekommen, um dann Zuhause zu bleiben, nur weil ich zufällig eine Mama bin.

Ich mag eigentlich keine Jammerposts, ich entschuldige mich mal damit, dass ich öffentlich machen möchte, wie es mir geht, damit andere Mamas, denen es auch so geht, sich nicht so allein fühlen ;)

Ich weiß ja, es wird besser werden, (bis zum zweiten Kind) aber irgendwie sehe ich das gerade nicht.

Und da habe ich von meinen Launen, resultierend aus schwindendem Selbstwertgefühl und Minderwertigkeitskomplexen gar nicht angefangen.
Warum bin ich eigentlich so schlecht drauf, obwohl ich ja seit zwei Jahren Ferien habe? Wer mich das fragte, der bekäme gleich eine geschallert ;)

Also werde ich mich weiter bewerben und anbieten, möglichst ohne mich unter Wert zu verkaufen, und kann euch hoffentlich bald euphorisch von meiner Einarbeitung berichten ^^
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Montag, 22. Februar 2016

Mensch vs Geld

Rassismus beginnt da, wo man den Wert eines Menschen nicht mehr als Mensch, sondern als Wirtschaftsfaktor beurteilt.

Das habe ich so ähnlich vor einiger Zeit in einer Zeitung gelesen. Es hat mich sehr beeindruckt, denn es drückt aus, was mir schon sehr lange sauer aufstößt, ich aber nicht formulieren konnte.

Wenn Mütter als Arbeitskraft weniger wert sind.
Wenn Fremdsprachler nicht über den Putzjob hinauskommen.
Oder wenn es darum geht, alle Schüler auf eine Schule zu schicken, ohne alle benötigten Kräfte dazu einzustellen und das dann fälschlicherweise Inklusion nennt.

Besonders deutlich wird es mir im Moment immer wieder, wenn im Radio Zahlen und Fakten genannt werden.
Die Schweiz will täglich nur noch eine begrenzte Anzahl Flüchtlinge aufnehmen, Österreich hat eine jährliche Obergrenze verhängt. Die Grenzen innerhalb der EU sollen wieder geschlossen werden, und wieviel das alles kostet!

Ja ich weiß, ohne Geld geht nix. So blind bin ich auch nicht, ABER

Dieses ABER geht mir einfach nicht aus dem Kopf! Danach kommt nichts, das ich mit Fakten unterlegen könnte, nichts das ich wirklich gut mit Worten beschreiben kann.
Es kommt ein Gefühl in mir hoch, dass es ungerecht ist, wie gut es mir geht, wie friedlich es in Deutschland ist, wie selbstverständlich ich zum Arzt gehen kann und mein Sohn später mal zur Schule. Das ich nicht überlegen muss, ob mein Haus noch steht, wenn ich von der Arbeit komme, oder mein Mann den Weg zur und von der Arbeit überlebt.
Denn Nein, das muss ich nicht, auch nicht nach den Anschlägen von Paris, auch nicht, wenn ich Französin wäre.
Ich mache mir keine Gedanken darüber, ob der Mann im Supermarkt da Sprengstoff in seinem Rucksack hat, ihr etwa? Ich schaue, welche Bananen noch nicht angematscht sind.
Auch, während mein Sohn in der Krippe ist, mache ich mir keine Gedanken über ein Attentat. Eigentlich wäre diese christliche Einrichtung in der auch Mädchen etwas lernen dürfen doch prädestiniert, oder?

Und nach diesem ABER will ich helfen. Irgendwas tun. Den Menschen, die sagen "Das Leben ist nun mal nicht fair" ins Gesicht brüllen und irgendwie verständlich machen, dass man sein Leben und damit auch das seiner Mitmenschen gestalten kann.

Ich habe in der Tageszeitung meiner Schwiegereltern einen Leserbrief gelesen, da wurden Vergleiche gezogen zwischen den Flüchtlingen und der Flut in Thüringen und Sachsen vor ein/zwei Jahren. Aber nicht etwa, dass man helfen muss und kann, wenn Menschen kein Dach mehr über dem Kopf haben, und auch sonst ihr ganzes materielles Leben verloren haben. Nein! Da wurden die Flüchtlinge mit den Wassermassen verglichen, und deren unaufhaltsamer Zerstörungskraft!

Warum ich diesen Post schreibe?
Wo ich doch nur von meinem Gefühl rede und keine untermauernden Fakten oder wenigstens eine Lösung für mein Dilemma parat habe?
Weil ich in der gleichen Zeitung, aus der die Aussage über Rassismus stand, gelesen habe, dass man den Mund auf machen muss, auch wenn man nicht mit Zahlen und Fakten brillieren kann, auch wenn man keinen Lösungsvorschlag bieten kann.
Denn die "wichtigste Waffe gegen Extremismus ist (...) die Gegenrede" (1). Sie wirkt zwar nicht unmittelbar, doch sie regt zum Nachdenken an.
Außerdem kann man durch nichts besser Demokratie und Meinungsfreiheit praktizieren, als die eigene Meinung kund zu tun ;)

^^(1) E&W 02/2016

Mütter für Mütter

Es ist schon eine (ganze) Weile her, da hatte Rosalie von parents don't dazu aufgerufen, sich mal an die solidarischen, schönen und hilfsbereiten Momente zu erinnern, die man als Mutter mit anderen Müttern erlebt hat.

Ich habe direkt damals nachgedacht, kurz und ergebnislos, und mir gedacht, dass da in nächster Zeit schon irgendwas passieren wird, über das ich dann schreiben kann.

Nun muss ich offen gestehen, da fällt mir auch heute noch nix ein...
Und das finde ich echt blöd, denn ich halte mich selbst für sehr hilfsbereit, werde von Freunden als zu lieb und gutgläubig beschrieben... Da habe ich mir schon was drauf eingebildet muss ich zugeben ;)

Mh also, bin ich jetzt eigentlich die Eiskönigin, dass mir andere egal sind, oder einfach nur ein Stein, der nicht mitkriegt wenn andere Hilfe benötigen?

Nein!
Ich habe die Frage einfach falsch gestellt, nicht "Was habe ich Müttern gutes getan?", sondern "Wann habe ich meinen Mitmenschen geholfen?".
Ob das Mütter, Kinder, Singles oder sonstwer ist, darauf kommt es mir nicht wirklich an. (Ich denke auch, daß Rosalie nichts gegen allgemeine Hilfsbereitschaft hat ;) )

Ich spiele zum Beispiel unheimlich gerne mit meinem Sohn draußen. Auf dem Spielplatz kommen dann schon mal ein zwei Kinder dazu, die auch wippen, rutschen oder im Sand buddeln wollen. Klar schaue ich dann, dass sie nicht herunter fallen oder Sand essen ;)
Das habe ich aber noch nie explizit als Hilfe für die Mutter gesehen, die dann vielleicht auch einfach mal die Augen zu machen und das Gesicht in die Sonne halten kann :)

Oder ich habe ein regelmäßiges Essen gehen (alle zwei Monate so ganz grob) angeregt. Das habe ich ehrlich gesagt vor allem für mich gemacht ;) da ich nach dem Umzug Kontakte aufbauen und pflegen möchte. Es sind alles Mamas aus der Nachbarschaft. Aber wenn ich da genau hinschaue: klar würden die Mamas auch ohne mich wissen, was sie mit ihrem Abend anfangen. Aber irgendwie braucht man als Mama doch auch immer einen Anlass mal außerhalb der Familie was zu erleben ;)
(Kollegen gelten nicht ;) )

Wenn ich es also so betrachte, ja, dann helfe ich den Mamas in meiner Nähe gerne und irgendwie auch regelmäßig :) aber ich empfinde es nicht als explizite Hilfe, für die man dankbar sein sollte, sondern es gehört für mich zu einem freundlichen und angenehmen Umgang dazu :)

Ich hoffe ihr genießt das Wetter (auf dem Spielplatz?), hier scheint nach den letzten kalten nassen Tagen mal wieder die Sonne und die Frühblüher strecken ihre grünen Fühler aus der Erde.

Sonntag, 29. November 2015

Schläge sind gesetzeswidrig

Das ist ein schweres Thema, ich habe lange überlegt, wie ich diesen Post aufbaue, wie ich alle Aspekte abhandeln kann...

Ich habe festgestellt, dass ich mich immer wieder verheddere in diesem Thema und es wohl am besten (für mich) ist, wenn ich einfach frei Schnauze drauf los schreibe. Also entschuldige ich mich schon mal im Vorfeld für verworrene Gedankengänge ;)

Wie komme ich dazu?
Durch verschiedene Berührungspunkte an denen man unweigerlich anderen Müttern, Vätern und Großeltern und ihrem Verständnis von Erziehung ausgesetzt ist, ist mir jetzt relativ häufig die Ansicht "Ein Klaps auf den Po (oder die Hand) hat noch niemandem geschadet" untergekommen.

Zuerst möchte ich sagen: Gewalt gegen JEDEN, also auch Kinder!! ist strafbar und in Deutschland gesetzlich VERBOTEN.
JA, auch innerhalb der Familie, auch in der Erziehung, und
JA, nicht nur körperliche, sondern auch psychische Gewalt.
(Quelle z.B. hier)

Nun kann man argumentieren, dass ein Klaps auf die Hand keine Gewalt ist...
Ab wann ist es denn Gewalt?
Wenn es weh tut?
Wenn es einen blauen Fleck gibt?
Wenn es mehr als einmal im Monat passiert?
Oder erst einmal in der Woche?

Ist es Gewalt, den Kaffeegästen am Sonntag zu erzählen, dass der Fünfjährige schon wieder ins Bett gemacht hat, während dieser mit am Tisch sitzt?
Oder anzudrohen, dass er das nächste mal, wenn es in die Hose geht, den ganzen Tag so rumlaufen muss?

Ich weiß, jetzt begebe ich mich auf ganz ganz dünnes Eis: Ist es Gewalt, das vier Jahre alte Kind nachts schreien zu lassen, ohne nachzusehen, bis es wieder einschläft?

Für mich ist es Gewalt.
Es ist Gewalt, wenn es meinem Kind weh tut.
Es ist Gewalt, wenn es mein Kind vor versammelter Mannschaft bloß stellt.
Und es ist Gewalt, wenn es meinem Kind Angst macht.

Und ich bin dafür verantwortlich, alles zu tun was ich kann um mein Kind davor zu schützen.

Es stellt für mich eine schreckliche Schwäche der beteiligten erwachsenen Menschen dar, wenn ein Kind bewusst, oder gar absichtlich, solchen Situationen ausgesetzt wird.
Und ich glaube, das macht NIEMAND (mal von ein paar wenigen kranken Geistern abgesehen) freiwillig oder aus Spaß.

Ich hoffe-glaube, dass die Erwachsenen nicht weiter wissen, keine andere Möglichkeit sehen, und es ihnen schlicht schrecklich peinlich ist, dass gerade ihrem Kind soetwas passiert, bzw. ihr Kind so schwierig/bockig/ungelehrig oder was auch immer ist.
Dass sie glauben, sie würden Schwäche zeigen, wenn sie um Hilfe bitten, oder um Rat fragen.
"Der wird ja mit seinem eigenen Kind nicht fertig, so ein Weichei!"

Ich sehe es als Stärke, sich einzugestehen, dass man hilflos ist, dass man den Willen hat, etwas zu ändern, für sein Kind zu kämpfen.

Als ich in der Grundschule war, wollte ich nicht in der Pause auf die Toilette gehen. Die Kabinen waren immer voll und es war ein Sport, auf die Klodeckel zu steigen und über die Wände anderen beim Pinkeln zuzusehen. Also meldete ich mich oft zehn Minuten nach dem Klingeln, dass ich aufs Klo müsse.
Irgendwann rief mich eine Lehrerin nicht auf. Es wurde so dringend, dass ich in der Klasse in die Hose machte. Ich habe mich natürlich schrecklich geschämt.
Später traf ich mit meiner Mama beim Einkaufen eine Klassenkameradin. Die fing auch gleich an, mich zu verspotten. Wir standen beim Bäcker in der Schlange, zusammen mit vielen Nachbarn... Ich wäre gerne geplatzt und einfach verschwunden.
Ich weiß nicht mehr, was genau meine Mutti sagte, aber sie putzte meine Klassenkameradin dermaßen runter, dass ich heute noch verdammt stolz bin auf sie!

Erst spät habe ich verstanden, dass sie auch ganz anders hätte reagieren können, peinlich berührt zum Beispiel, sich für ihr Kind schämend. Aber das hat sie nicht, sie hat mich vor den gemeinen Worten beschützt. Da war es egal, was sie selbst von dem Missgeschick hielt.

Es gibt da so einen Spruch, den ich sehr schön finde:

Bruder gegen Schwester,
Kinder gegen Eltern,
aber die ganze Familie gegen den Rest der Welt.

Für mich bedeutet er, dass man sich unter Geschwistern zankt, dass sie aber zusammenhalten, wenn es "gegen" die Eltern geht. Und auch wenn man sich mit seinen Eltern (für mich jetzt langsam auch umgekehrt, mit meinem Kind ^^) nicht immer versteht, man doch gemeinsam gegen den Rest der Welt kämpft.

Und ich eben mein Kind in Schutz nehmen werde, selbst wenn ich nicht seiner Meinung bin, weil ich stärker bin, weil ich mich besser in der Welt auskenne, und weil mir gar nichts anderes übrig bleibt, wenn ich mich auch morgen noch gerne im Spiegel ansehen möchte.

Samstag, 28. November 2015

Kindergartenarithmetik

Wenn man als Eltern einen Kindergarten sucht, dann überlegt man, ob er auf dem Arbeitsweg liegt, wieviel man zahlt, ob man sich dort beim besichtigen wohl gefühlt hat, ob ein Konzept verfolgt wird und was er dem Kind an Behaglichkeit, Lernpotenzial und als Entwicklungsumgebung so zu bieten hat.

Aber macht man sich auch Gedanken darüber, welchen gesetzlichen Rahmen die Kindertagesstätte gesteckt bekommt? Wohl eher nicht.

Ich habe mich mal damit beschäftigt :)

Da es nicht in allen Bundesländern eine eindeutige rechtliche Regelung über den Betreuungsschlüssel gibt, nehmen wir als Beispiel mal Thüringen. Seit August 2010 haben hier Kinder ab einem Jahr den rechtlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz.

Sechs Kindern zwischen eins und zwei Jahren steht eine Betreuungskraft zu. Das heißt in Arbeitsstunden 40 Stunden die Woche.
Genauso ist es für acht Kinder zwischen zwei und drei Jahren und sechzehn Kindern im Alter von drei bis sechs.
Also:
1-2 Jahre: 40h pro 6 Kinder
2-3 Jahre: 40h pro 8 Kinder
3-6 Jahre: 40h pro 16 Kinder
(Quelle)

Jetzt stellen wir uns einen Kindergarten vor. Ein kleiner Kindergarten, vielleicht auf einem Dorf, 32 Kinder über 3 und 16 unter 3 Jahren.

Nach unserer Rechnung oben, sind hier vier Vollzeitstellen, also 160h die Woche zu besetzen.
(2x16 "Große" und 2x8 "Kleine" zwischen 2 und 3 = 4x40h)

Eine dieser Stellen ist dann die Leitung des Kindergartens. Bei öffentlichen Trägern ist es relativ üblich, dass die Person mit Leitungsaufgaben, dafür freigestellt wird. Das bedeutet, dass diese Stunden nicht in die Betreuung der Kinder hineingezählt werden dürfen, und die Leitung theoretisch Zeit ohne Kinderkontakt z.B. im Büro für "Papierkram" zusteht. Die Menge der freigestellten Stunden ist von Kommune zu Kommune und von Träger zu träger unterschiedlich.
Gibt es keine Freistellung für Leitungsaufgaben, müssen sie trotzdem erfüllt werden...

Nehmen wir mal an, unser kleiner Kindergarten hat eine Leiterin, deren Stelle sich aus fünf "Bürostunden" und 30 Kontaktstunden, also 35h pro Woche zusammensetzt. Dann fehlen noch 130 Kontaktstunden, die wir so aufteilen: zwei Stellen mit 30 Stunden und zwei mit 35 Stunden.

Betrachten wir jetzt mal die 32 großen Kinder genauer. Sie haben eine Erzieherin "Anna" mit 35 Stunden, einen Erzieher "Bert" mit 30 Stunden und dann arbeitet die Leitung "Cecile" noch wöchentlich 15 Stunden bei ihnen (=80h die Woche).
Der Betreuungsschlüssel ist also eingehalten.

Täglich stehen den Kindern also
7 Stunden Anna,
6 Stunden Bert und
3 Stunden Cecile zu.
(Wer mehr als 6 Stunden am Tag arbeitet, ist verpflichtet eine 30 minütige Pause zu machen)

Nehmen wir an, der Kindergarten hat neun Stunden geöffnet, z.B. von 7:00 bis 16:00.
(Eurer hat länger auf? Dann kann man annehmen, dass trotzdem nur 9 Stunden täglich zur Berechnung des Betreuungsschlüssels verwendet werden... Denn es sind ja nie alle Kinder gleichzeitig da, oder etwa doch?)

Bert kommt 7:00, schließt auf und nimmt die ersten Kinder in Empfang. Anna kommt 8:00. Dann wird gefrühstückt und gespielt bis es Zeit fürs Mittag ist. Wenn 12:00 alle Kinder im Bett sind (das schafft man bei 32 doch mit links, oder?), oder still in der Bücherecke, kann Anna ihre Pause machen, während Bert bis 12:30 allein nach den Kindern sieht. Wenn Bert dann 13:00 in den Feierabend geht, kommt Cecile. Sie und Anna helfen den Kindern beim Anziehen und Kaffee trinken, dann wird wieder gespielt. Anna hat 15:30 dann Schluss. Cecile kümmert sich bis 16:00 noch um die letzten Kinder.

Was fehlt?
In dieser Gruppe gibt es keine Aushänge, keine Bildungsbücher, keine Dekoration, keine Fotos, die die Eltern bestellen könnten...

Doch in den "echten" Kindergärten gibt es das. Wieso? Weil eine "echte" Anna in ihrer Pause die Einladung zum Oma-Opa-Nachmittag für das schwarze Brett schreibt, weil ein "echter" Bert abends Entwicklungsberichte oder Bildungsbögen schreibt und weil eine "echte" Cecile zuhause in ihrer Freizeit die Fotos vom Sommerfest oder Plätzchenbacken sortiert und ausdruckt bzw. bestellt.

Im Thüringer Bildungsplan wird gefordert, Entwicklung und Bildung sichtbar zu machen. Also zum Beispiel durch Bildungsbücher, in die Entwicklungen und Lernerfolge der Kinder eingetragen werden. Deshalb wird den Erziehern in manchen Kindergärten mittlerweile Zeit eingeräumt, um die Kinder und ihre Entwicklung zu beobachten und ihre Erfolge in Bildungsbüchern festzuhalten.

Und jetzt: stellen wir uns vor, es wird einer krank...
"Okay" kann man sagen, "dann macht eben einer Überstunden und vertritt den Kranken".
Ja, klar, nur hat das ganze einen Haken...
Denn diese Überstunden werden irgendwann abgebummelt, und dann muss jemand anderes vertreten und Überstunden ansammeln usw.
In der Gesamtbilanz des Hauses würden sich solche Überstunden also ansammeln.

Das dieser Kindergarten dann Schließzeiten hat, damit Urlaub und gesetzlich zustehende Weiterbildungen ermöglicht werden können, ist also kein Wunder. Auch wenn es uns Eltern sehr ungelegen kommt...

Ich stelle also fest, dass vieles, das einen guten freundlich-gemütlichen Kindergarten ausmacht: Oma-Opa-Nachmittag, Zuckertütenfest, Kuchenbacken, Foto- und Kinderkunstgalerie im Flur oder auch einfach die Fensterbilder und Tischdekoration;
vom persönlichen Engagement und Herzblut der Erzieher und Erzieherinnen abhängt.
Danke dafür :)

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Montag, 16. November 2015

Alles besser als befürchtet :)

Eigentlich dachte ich, ich würde jetzt jeden Tag vor dem Bildschirm sitzen und könnte tausende von Posts verfassen. Gefesselt ans Bett und Totalausfall bezüglich Kinderbetreuung und so.
Aber, wie ihr ja seht, ist das nicht so ;)

Heute vor zwei Wochen wurde mein Kreuzband repariert. Entgegen meiner Erwartung musste ich nur vier Tage bis Donnerstag im Krankenhaus bleiben. Der kleine Fuchs hat das für überstanden, selbst zu Besuch bei mir. Natürlich musste er weinen, als meine Eltern und er wieder gegangen sind, aber bereits im Fahrstuhl nach unten ließ er sich schon ablenken und trösten.
Ich bin auch nicht so unmobil wie ich dachte, nur die Hände habe ich nie frei ;) aufgrund der Krücken. Das bringt dann solche Lösungen wie eine "Brotumhängetasche" hervor...

Nun bin ich bei meinen Eltern, und der kleine Fuchs geht in die Kinderkrippe. Letzte (seine erste) Woche immer ungefähr eineinhalb Stunden, Donnerstag und Freitag jeweils eine davon allein. Am Wochenende hat sich dann gleich die erste eingeschleppte Fieberwelle Bahn gebrochen, sodass er heute Zuhause blieb. Aber da sie wieder vorbei getauscht ist, kann er morgen wieder loslegen :)

Die Fuchsoma ist nun ein bisschen eine Ersatzmama geworden. Dass wurde vor allem durch den leidenden Fieberfuchs klar, der lieber bei Oma bleiben wollte, als zur nicht-trag-fähigen Mama zu wechseln. Aber das kann man ihm und der Oma ja auch nicht verdenken, nach zwei Wochen Rundumbetreuung 24 Stunden am Tag.

Ich darf dafür durch schlafen und habe ziemlich viel Füchschen-freie Zeit ;)
Und die fülle ich mit allerlei, zu dem ich sonst nicht komme. Bücher, Schlafen, Papierkram und Fernsehen.

Also, wie bereits im Titel gesagt, es ist alles gar nicht so schlimm wie ich dachte :)
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Mittwoch, 21. Oktober 2015

Die Zukunft wird spannend

Dann folgt auf den Blick in die letzten Monate, der in die nächsten.

Doch ich muss wieder vorher anfangen, denn Anfang September habe ich mir das Kreuzband gerissen.

So banal das passierte (für ein Foto auf einen Felsen und beim runter hüpfen weg geknickt), so viele Konsequenzen wird das haben. Und nicht nur für mich, sondern auch für den kleinen Herr Fuchs.
Der Papa Fuchs hat ja schon seine ganze "vor Bine Zeit" bewiesen, dass er auch ohne mich zurecht kommt. (Nein ich spare mir jetzt jeden Kommentar ;) ) Aber der Zwerg...

Aber der Reihe nach, wie man so schön sagt ;)
Zuerst mal kann ich momentan gut laufen, das geht nämlich auch ohne Kreuzband, dafür aber mit super Hightech Schiene rund um die Uhr.
Als nächstes steht die OP an, in der mein Kreuzband durch eine vier mal gedrehte Kniekehlensehne ersetzt wird, die angeblich auch wieder nachwächst.
Und dann,
dann kann ich für vier bis sechs Wochen nicht laufen, (danach kann man angeblich die Arbeit im Büro aufnehmen) und keiner garantiert mir, dass ich nicht noch länger mit Krücken laufe.
Was heißt das für den Zwerg? Nicht rumtragen, nicht hochnehmen können...

Unser Plan: zu den Großeltern (vier Stunden Autofahrt) und dort werde ich operiert (Nein ich habe die Klinik nicht nur nach "um die Ecke" ausgesucht ;) ).
Danach wird meine Mama mit dem kleinen Fuchs eine Krippeneingewöhnung machen, so dass sie anschließend wieder arbeiten gehen kann. Auch meine Schwiegereltern haben uns super lieb Hilfe angeboten, doch es gibt einen Grund, warum Omas und Opas nicht Mamas und Papas sind ;) sie sollten nicht noch einmal ein Kind rund um die Uhr betreuen müssen.
Jedenfalls werde ich mich dann, sobald ich aus dem KH darf, bei meine Eltern breit machen. Ehrlich gesagt freue ich mich auch auf die Zeit bei meinen Eltern :)
Naja und der Papa Fuchs, der wird uns so oft besuchen wie es geht.
Ich bin sehr gespannt, wie wir das alles schaffen werden. Schaffen werden wir es auf jeden Fall :)

schon einmal ein großes Dankeschön an alle Beteiligten :)
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Samstag, 19. September 2015

Lückenbüßer


Ich gelobe Besserung ^^

Ja ich weiß, es ist etwas länger her,ja okay, es ist LANGE her.
Gar nicht so leicht, wieder anzuknüpfen... Wie machen das die anderen bloß?

 Also fange ich beim Vorwärtsgehen mit einem Blick nach Hinten an, um die Lücke zu füllen sozusagen.

Anfang des Jahres haben wir mit der Eingewöhnung unseres kleinen Fuchses in der Krippe begonnen, es lief gut und im März habe ich wieder zwei Tage in der Woche bei meinem "alten" Arbeitgeber begonnen. Das Nähen blieb immer noch etwas auf der Strecke, und das hat sich bis heute auch nicht wirklich geändert. Die letzten Projekte waren alle Geschenke und "Auftragsarbeiten", weniger Zeitverteib ;) denn die Zeit muss ich mir nicht mehr selbst vertreiben, dass macht ein kleiner Zwerg für mich ^^

Ebenfalls Anfang des Jahres sickerte die Möglichkeit in unser Leben, dass der Papa Fuchs seinen Arbeitsplatz wechseln könnte, was dann Anfang Mai so konkret wurde, dass wir begonnen haben in Bayern eine Wohnung zu suchen. Mitte Mai erfolgte dann der Umzug und seit Anfang Juni sind wir drei also Bayern. Blau-weiß üben wir noch, aber "Griaß God" ist schon drin ^^
Das bedeutete für mich aber auch Arbeitsplatzwechsel mit neu-Bewerben und für das Fuchskind wieder raus aus der Krippe. 

Mittlerweile ist der kleine Fuchs 14 Monate. Er sagt Mama und Papa, Da und hebt die Hände und Schultern in einer "Isses fort!" Geste ^^ Vor allem an ihm sehe ich, dass das Jahr schon wieder über seine Mitte hinaus gewandert ist. Er läuft seit ein paar Wochen die ganze Länge des Flures, ohne umzukippen und die ersten Backenzähne sind auf dem Vormarsch, wie gut, dass ich mich selbst da nicht mehr dran erinnern kann, da habe ich Hoffnung. Überall liegen Salben, Tropfen und Globulie.

Außerdem gibt es seit vier Tagen keine MamaMilch mehr. Die Kuh steht zwar noch nicht komplett trocken, aber es ging ja auch "nur noch" um die einschlaf-Mahlzeiten mittags und abends. Die Einschlafzeit ist zwar nun von einer halben auf durchschnittlich eineinhalb Stunden angewachsen, aber das große Geschrei, dass ich befürchtet hatte blieb, bis auf den aller ersten Abend, aus. Und ich futter fleißig Petersilie und trinke Pfefferminztee und habe bisher auch keine Beschwerden.

Damit es nicht langweilig wird, das nächste Abenteuer steht auch schon an: Ich habe mir bei einem kleinen Wanderausflug das Knie, genauer das vordere Kreuzband verletzt. Das ist jetzt zwei Wochen her, und ich kann mit einer Schiene schmerzfrei laufen, es ist nur etwas anstrengend. Also steht eine OP an, mit Klinikaufenthalt und Bewegungseinschränkungen für vier bis sechs Wochen.

Mal ein paar der Gedanken die ich mir mache:
Fuchskinds Großeltern wohnen vier bis funf Stunden entfernt, ein Paar sind Rentner und ein paar Berufstätig. Auch wenn sie uns hier unterstützen, können sie keine vier bis sechs Wochen abdecken. Und wie das an einer neuen Arbeitsstelle während der Probezeit mit Urlaub aussieht... naja das wisst ihr vielleicht selbst.
Außerdem wurden alle Krippenplätze hier in der Umgebung bereits am Jahresanfang oder spätestens im Frühjahr vergeben.
Ich kenne mich hier nicht genug aus, um einen Arzt / eine Klinik zu finden, dem / der ich vertraue. Schon zum Orthopäden zu gehen ist ja irgendwie Glückssache, man muss den nehmen, der einen Termin frei hat ;)

Plan B sieht vor, dass ich mich in der Nähe meiner Eltern / Schwiegereltern operieren lasse (wo ich genug Menschen kenne, die das schon getan haben, und Empfehlungen aussprechen können) und das Fuchskind solange bei ihnen betreut wird wie ich brauche um wieder zuhause mit Kleinkind zurecht zu kommen. Das sähe einen Platz in der örtlichen Krippe als Gastkind vor, und einen einsamen Papa Fuchs der im neuen Heim die Stellung hält.

Wenn ich daran denke, wie das vor drei Jahren war ^^ Da hatte ich mir eben jenes Kreuzband im Skiurlaub angerissen, also keine OP nötig. Ich habe den ganzen Tag zuhause entspannt die Beine hoch gelegt, (auch wenn ich dann mit dem Laptop auf dem Schoß vom "Home Office" aus gearbeitet habe) und ehrlicher Weise die Zeit genossen.

Zusammenfassend möchte ich noch sagen, dass der Fuchspapa und ich verschiedene Varianten befürworten, doch egal wie unterschiedlich wir bewerten und favorisieren, in einem Punkt sind wir uns ohne Diskussionen einig:
 Obwohl es alles viel komplizierter macht, will man so ein Fuchskind für nichts in der Welt wieder her geben =)

Donnerstag, 9. April 2015

Im nächsten Leben der Shirts

Nachdem ich so viel Erfolg beim sammeln aussortiert T-Shirts hatte, musste ich mich fragen, wie ich ihnen zur "Wiedergeburt" verhelfen kann ;) oder wenn ihr es lieber auf Ostern beziehen wollt: zur Auferstehung ;)

Mitwirkende waren ein Rollschneider, ein großes Schneidbrett aus Plastik, ein kleineres Quadrat aus einem Plastikplatzdeckchen und Schere, Nähmaschine und zwanzig alte T-Shirts.
Der Rollschneider und das Brett dienten dazu, die Motive in Form aus den Shirts zu schneiden. Das Quadrat und der Rollschneider verarbeiteten die Shirtreste zu einer Umrandung. Zum Schluss kam noch eine handelsübliche Kuscheldecke als Rückseite dazu.
Hört sich jetzt so schnell an, aber mit einem süßen Zwerg, der überall mitmischt und Mama die Stecknadeln klaut, das Fußpedal der Maschine bedient, oder sich einfach mit den Shirts davon macht, dauert sowas mal locker ein bis zwei Monate ;)
Aber das Ergebnis hat sich gelohnt :)) auch wenn ich es wohl noch steppen muss, was ich bis jetzt noch nicht geschafft habe ;)






Und weil ich sie ganz selbst behalte : RUMS

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Donnerstag, 2. April 2015

Stolz

Ich bin stolz auf mein Kind :) das ist eigentlich erst mal nicht überraschend, obwohl es leider nicht für alle Eltern selbstverständlich ist...
Aber mal von Anfang an.
Der kleine Fuchs ist jetzt neun Monate alt. Er geht zwei Tage in der Woche für jeweils acht Stunden in die Krippe und ich gehe 16 Stunden arbeiten. Er schläft abends allein in unserem Bett und ich kann Dinge tun die nötig sind, oder mir Spaß machen. Klein Fuchsi mampft und mampft und mampft alles was ihm vor den Schnabel kommt. Das kommt mir sehr gelegen, wo ich doch so ein KochProfi bin :)

Ich fühle mich im Moment so richtig wohl. Montags und dienstags gefordert an der Arbeit, die restliche Woche Zeit mit meinem Kleinen verbringen können. Und sogar etwas Haushalt schmeißen ;)

Phasenweise hätte ich das nicht gedacht :)
Zu müde und keine Nerven um sich mit einem schreienden weil allein schlafen sollenden Kind auseinandersetzen.
Kabinenkoller in der Wohnung bekommen weil Winter und schlechtes Wetter die Frischluftbilanz versauen.
Und wenn man den ganzen Tag drinnen hockt, dann räumt man nicht auf, nein man macht Unordnung...
Sprachfindungsstörungen weil einfach die gesellschaftlichen Ereignisse auf den Feierabend des Papa Fuchs beschränkt sind, und der dann nur noch zu Smalltalk fähig ist ;)

Also werde ich doch bei meiner (nicht)Strategie bleiben :) Alles zu seiner Zeit und Anstrengung nur wenn es nötig ist ;)
Wozu sich mit einem schreienden Kind quälen, wenn man selbst so groggi ist, dass man sich am liebsten mit ins Bett legt ? Irgendwann hatte ich abends wieder etwas vor und der kleine Fuchs blieb alleine im Bett liegen, als ich wieder aufgestanden bin.

Und es ist Ostern, ich sitze zusammen mit den Schwiegereltern im Wohnzimmer und denke an Weihnachten, und mein Bedauern, mit meinem Kind im Bett liegen "zu müssen".

Ich bin stolz auf mein Kind :)
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Dienstag, 17. Februar 2015

Herr Fuchs feiert Fasching

Mein (kleines) Kostümprojekt ist gestern vollendet worden ;)

Der kleine Herr Fuchs war mit seinem tollen Kapuzen-T-shirt in der Krippe. Auf dem Heimweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hat er dann tief geschlafen, ganz überwältigt von den zwei Stunden Party






Warum ich mich für diese Umsetzung entschieden habe, lest ihr hier: klick

Das Schnittmuster habe ich aus der ottobre 3/2013 "Funny Race" in Größe 74. Ich habe vor dem Zusammensetzen die Teile für den Bauch, den Schwanz (erst weiß, dann rot) und das Gesicht aufgebügelt und angenäht. Den Rest habe ich nach der Anleitung der Zeitschrift erledigt, also zusammen gesetzt und mit Bündchen eingefasst. Nur die Nase habe ich erst ganz zum Schluss angebracht, damit ich die Symmetrie besser abschätzen konnte. Die KänguruTasche auf der Vorderseite habe ich dann zugunsten des weißen Bauches weggelassen ;)

Wie steht ihr zum Fasching? "Jippie, mal jemand anderes sein", oder "Oh Gott, schon wieder diese Irren"
?
Welche Verkleidung habt ihr für eure Kinder gewählt (oder sie für sich selbst)?

Fuchs-Linkparty

Sonntag, 15. Februar 2015

neugierig auf Fasching

Der kleine Herr Fuchs geht seit ein paar Wochen stundenweise zur Eingewöhnung in die Krippe. Rosenmontag wird dort Tierfasching gefeiert :) Was liegt da näher, als ein FuchsKostüm? Um euch ein bisschen neugierig zu machen, hier schon mal ein paar Bilder ;)






Ich wollte etwas praktisches, in dem sich MiniFuchs gut bewegen kann. Also habe ich mir den Schnitt für ein Kapuzen-T-shirt aus der Ottobre 3/2013 geschnappt und ein paar Applikationen angebracht. Das fertige Werk gibt es bald im nächsten Post zu sehen :)

Sonntag, 1. Februar 2015

Kleine Geschenke für große Winterkinder

Durch glückliche und nicht ganz so tolle Umstände hatte ich diese Woche genug Zeit, um endlich mal ein Großprojekt zu realisieren. Weniger groß im eigentlichen Sinn, eher groß und umfangreich ;)
Zehn schicke Halssocken nach der Anleitung von Olilu sind also von meiner Nadel gekrabbelt, und machen sich nun auf den Weg zu meiner kleineren Verwandtschaft :)




Ich hoffe die Kids haben Spass beim Päckchen auspacken!

Samstag, 10. Januar 2015

Zitat: "Pirahat" Zitat Ende

Mal wieder eine Baby Pumphose :)
Die sind aber auch sowas von praktisch! Zu groß? Einfach die Bündchen umkrempeln. Und später sogar als kurze Hose tragbar.
Die Anleitung und das Muster wie auch schon hier von Ottobre.

Und nun auch zum ersten Mal mit meinem eigenen Wäscheschildchen *freufreufreu* ;)

Dienstag, 30. Dezember 2014

aus-, ein-, durch-, und überhaupt: SCHLAFEN!

Guten Abend!



Ich schreibe heute, dank WLAN und Smart Phone, während ich neben dem kleinen Fuchs im Ehebett liege.

Die Leserschaft wird sich jetzt bereits in zwei Lager gespalten haben: eines, das genau weiß wie das ist, und eines, für das so etwas überhaupt nicht in Frage kommt: ein Baby nachts im Bett der Eltern.

Ich möchte nicht urteilen, oder behaupten, dass meine Entscheidung allein die richtige ist. Ich möchte einfach nur erzählen, wie ich dazu komme ;)

Früher war es durchaus üblich, dass ein Kleinkind oder sogar die gesamte Familie mit den Eltern in einem Zimmer, manchmal sogar in einem Bett schlief. Damals waren wohl vor allem fehlende Heizungen, Geld und Wohnraum die Gründe. Der Vorteil: nicht allein sein müssen, der Nachteil: nicht allein sein dürfen ;)

Der kleine Fuchs hatte mit ca. 3 Monaten schon mal super in seinem Bett in unserem Schlafzimmer geschlafen. Je nach Aufregung tagsüber zwischen zwei und sechs Stunden am Stück. Wobei die meisten Nächte im drei Stunden Takt verliefen. Dann kam die Phase mit dem Bauchweh...

Da der Papa Fuchs früh um sieben aus dem Haus geht und meist erst gegen fünf oder sechs abends heim kommt, war es für ihn sehr anstrengend, dauernd mit aufzuwachen, wenn der kleine Fuchs sich manchmal im halbstunden Takt meldete.

Hier sah ich einen Vorteil in einem Umstand, den andere auch als Nachteil bezeichnen würden. Es kommt eben immer auf den Blickwinkel an.
Der kleine Fuchs hat seit den ersten Tagen die Angewohnheit, während des Stillens einzuschlafen.
Das war bis zum dritten Monat eine narrensichere Methode des Schlafen-legens, doch wir kamen nie dazu, dem kleinem Fuchs einen Nuckel schmackhaft zu machen.

Also war es für mich nur logisch, ihn, um ihn schnell und sicher zu beruhigen, während seiner BauchwehAttacken anzulegen. Ein weiterer Vorteil: ich selbst musste nicht mehr aufstehen, um den Kleinen aus dem Bett zu holen und konnte während des Stillens weiter dösen. Dadurch haben wir alle drei entspanntere Nächte verbracht ,und ich war tagsüber ausgeschlafener, geduldiger und besser gelaunt ;)

Jetzt ist der kleine Herr Fuchs sechs Monate alt. Die PupsAttacken haben sich gegeben. Er schläft weiterhin in unserem Bett.

Wenn wir Zuhause sind, habe ich kein Problem damit. Ich habe mich damit eingerichtet. Ich habe den ganzen Tag Zeit alles zu erledigen, was ich möchte. Wenn ich abends (was selten vorkommt) unbedingt einen Film sehen möchte, tue ich das mittels Handy (und Kopfhörern) im Bett. Meist lese ich (ebenfalls via Handy) ein Buch.

Allerdings sind wir über die Feiertage nicht Zuhause. Wir sind bei den Großeltern. Die gesamte Verwandtschaft ist da. Sie sitzen abends zusammen, sehen fern, spielen, knabbern und trinken, erzählen und reden miteinander.
Ich liege mit meinem Zwerg im Bett.
Was mir sonst nichts ausmacht, ja was ich sogar als entspannt empfinde,  ärgert mich jetzt :(

Denn mittlerweile geht er nicht ohne mich schlafen. Wenn ich mich wegschleiche sobald er eingeschlafen ist, bekommt er das nach spätestens einer Stunde mit. Dann weint er und scheint mich des Betrugs, schlimmer: Verrats zu beschuldigen.

Im Januar startet die Eingewöhnung in der Krippe. Ich bin sehr gespannt. Zum Glück hat mir meine Mama, eine Kita-Erzieherin gesagt "dass die Erzieherinnen ja auch noch ein paar Tricks und viel Erfahrung" haben.

Und für nachts sieht mein Plan so aus (frei nach dem Motto "Teile und Herrsche"):
1. für ein paar Stunden allein im Ehebett schlafen
2. für ein paar Stunden allein im Babybett schlafen
3. die Anzahl der verbrachten NachtStunden im Babybett steigern
4. das Einschlafritual umstellen und etwas unabhängiger vom Stillen machen

Ich habe mir bewusst und absichtlich keine Zeiträume für die einzelnen Punkte abgesteckt. Es wird sowieso kommen wie es will ;)

Ich bin neugierig, ob ihr ähnliches erlebt, und wie ihr euch entschieden, welche Lösungen ihr gefunden habt!


Samstag, 20. Dezember 2014

Clutch zum runden Geburtstag

Für die Mutter einer lieben Freundin habe ich zum *nuschel*zigsten Geburtstag eine kleine Handtasche nach der Anleitung von pattydoo (siehe Hier) gemacht. Außen habe ich einen zu klein gewordenen gestreiften Blazer verwertet und Innen Damaststoff mit eingewebtem Blumenmuster. Da der Blazerstoff etwas Strechanteil hatte, musste ich beim Nähen aufpassen, dass sich im Damast keine Falten bilden.

Und so sieht sie aus (wie auch die HandyTasche mit DruckKnopf):


Ich entschuldige mich für die mittelmäßigen Fotos. Leider hatte ich nur mein Handy zur Hand und mittlerweile ist die Tasche schon beim Geburtstagskind angekommen.

Tasche für ein Herren-Handy

Da! Schon wieder! Eine TASCHE!! Wie konnte denn das passieren? ^^

Durch einen Anruf meiner Schwippschwägerin (das ist die Schwägerin meines Mannes, oder die Frau meines Schwagers, ganz wie man möchte)
Sie hat bei mir bestellt: eine robuste Handytasche, die den Staub in der Werkstatt in Schachhhält. Außerdem natürlich schnell zu öffnen, im Falle eines Anrufs und bloß nicht zu verspielt ;)

Um kein Risiko einzugehen, habe ich mich für die alt bewährte Handytasche von pattydoo entschieden, allerdings OHNE Schleife ;) logisch!
Außerdem aus verwaschenem Jeansstoff und mit Druckknöpfen, so dass sie optisch an eine Tasche auf der Jeans erinnert. Dazu habe ich mir eine eigene Klappe zum Schnittmuster von pattydoo gezeichnet.

Und hier ist nun das Ergebnis:



Mittwoch, 17. Dezember 2014

prähistorisches Nähprojekt

Eigentlich nähe ich öfter, als es hier zur Zeit den Anschein haben mag ;)
Ich versuche mal, ein paar meiner Projekte vorzustellen :)

Im November hatte der kleinere Cousin vom BabyFuchs Geburtstag und ich wollte schon länger mal einen Dinosaurier nähen. Also ging es los :)



Der Stoff stammt aus einem relativ neuen Spannbettlaken, dessen Gummi ärgerlicherweise gerissen ist. Ich habe das Schnittmuster aufgezeichnet (wie das geht, siehe unten), zwei Seiten und einen Bauch ausgeschnitten und die Seiten mit Stoffmalfarbe und einem Schwamm aus der Drogerie betupft. Dabei hat mir eine Folie geholfen, die die grenze zwischen gelb und blau gezogen hat. Ich habe sie einfach zugeschnitten (größer als den Stoff) und mit Klebestreifen auf den Stoff geklebt.

So ein Schnittmuster kann man sich relativ gut selbst zeichnen. Man malt sich die Form des Seitenteils, also die Seitenansicht des Dinosauriers auf ein Blatt Papier. Dabei sollte man keine zu dünnen Beine zeichnen. Lieber kräftige Stampfer ;) Dann sucht man an Maul und Schwanz den Punkt, an dem die Linie senkrecht zum "Boden" steht, "auf dem der Dino läuft". Also der vorderste Punkt der Schnauze und der hinterste des Schwanzes. Die Linie dazwischen (mit den Beinen) kopiert man auf ein zweites Blatt und verbindet die Punkte mit einer Geraden. Spiegelt man nun die Beine an der Geraden (einfach das Blatt hier falten) so erhält man das Schnittmuster für den Bauch :)

Da mein Dino einen Kamm trägt, habe ich dort einen passend geschnittenen (neuen & unbenutzten) Putzlappen eingelegt und anschließend vor dem Ausstopfen eine Naht zwischen gelbem Kamm und blauem Körper genäht. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, der Dino kann auch Zacken bekommen, oder eher einem Drachen ähneln ;)
Damit der Kamm aufrecht steht, ragt er ungefähr zwei bis vier Zentimeter in den Körper des Dinos hinein. Beim Ausstopfen kann man die Füllung dann gleichmäßig rechts und links davon verteilen. Das verleiht dem Kamm Stabilität.
Hier kommen nun noch ein paar Bilder zur Inspiration:





Sonntag, 2. November 2014

Jetzt bin ich Mama! Und sonst so?

Wenn man wie ich eine frisch gebackene Mama ist (wieso eigentlich gebacken? Hat das was mit dem Braten in der Röhre zu tun? ), dann ist alles NEU: das Baby (ganz neu produziert), das Selbstgefühl (ganz neu ungewohnt), die Partnerschaft (huch, da war ja noch was...) und der Alltag sowieso (bleibt das jetzt immer so??).

 Der MiniFuchs ist jetzt vier Monate alt. Nach vier Monaten in einem neuen Job kann man eigentlich annehmen, dass schon eine gewisse Einarbeitung stattgefunden hat ;) um ehrlich zu sein, ist das auch so, aber so wandelbar wie der kleine Herr Fuchs ist auch der Alltag, von himmelhochjauchzend bis zutodebetrübt ist alles drin...

Was mir in den letzten Monaten aufgefallen ist, und heute Thema sein soll, ist die Einsamkeit als Mama.
Habt ihr auch mal einen historischen Film gesehen (oder ein ebensolches Buch gelesen) in welchem dem Mann einer schwierigen (meist gleichzusetzen mit emanzipierten) Frau geraten wird, ihr schnell ein Kind zu machen, damit sie beschäftigt ist, und in ihrer Rolle als glückliche Mammi aufgeht?
In den etwas schattigeren Stunden meiner sonst sonnigen Weltanschauung kommt mir das wieder in den Sinn.
Ja ich bin beschäftigt. Und das ist schön, denn schließlich liebe ich diesen Zwerg überordentlich. Das steht außer Frage! Und doch...
Ich bin einsam.
Mein Mann der Familienernährer geht spätestens um sieben aus dem Haus, um dann zwischen fünf und sechs wiederzukommen. Was vermisse ich die Zeiten der Großfamilie. In meinen Wunschträumen sieht es dann so aus:
Papa geht, Mama zieht sich und miniFuchs an, geht dann in die gemeinsame Küche, deckt den Tisch für sich und die (wahlweise Schwieger-) Eltern, die Cousins vom miniFuchs wirbeln noch mal durch den Flur bevor sie in die Schule (oder KiTa) losziehen. Dann wird gemeinsam der Haushalt geschmissen, Staub gesaugt, die Waschmaschine und der Geschirrspühler bestückt, im Garten gewerkelt, der miniFuchs liegt fein im Wagen unter dem Apfelbaum und beguckt sich verzückt die Schmetterlinge. Zum Mittag gibt es Pfannkuchen mit Pflaumenmus und dann kommt der Ritter auf einem weißen Roß von der Arbeit nach Haus galoppiert...
*ach jaahh*

Die Realität sieht so aus:
miniFuchs und ich kugeln so lange es geht im Bett herum, d.h. bis miniFuchs gegen halb neun keine Lust mehr auf den Schlafsack hat. Dann wird er auf den Wickeltisch verbracht, nackig gemacht, neu und frisch verpackt und in der Stube auf dem mit Kissen eingezäunten Sofa deponiert. Dann kann ich ins Bad (immer ein Ohr Richtung Wohnzimmer) und mich anziehen (je nach Fuchsis Laune kommt er dazu wieder mit ins Schlafzimmer). Anschließend wird wahlweise (nicht meine Wahl, sondern Fuchsis) zwei- oder einarmig das Frühstück geholt und gegessen. 
Wenn wir uns Zeit lassen, ist es nachdem auch miniFuchs getrunken hat gegen halb elf.

In einer Hand die Reste vom Frühstück (Aufschnitt, Glas und Messer auf einem Teller) und in der anderen die Babywippe mit Füllung, geht es dann in die Küche. Dort wird dann je nach Notwendigkeit abgewaschen, eine Waschmaschine angestellt, etwas fürs Mittag getan, oder sonst wie aufgeräumt.
Dann gibts Mittag, meist zuerst für den miniFuchs in der Hoffnung, dass er etwas Mittagschlaf hält. Und dann? Ja dann gehen wir noch ein bisschen raus. Richtung Supermarkt oder über die Eisenbahnbrücke Richtung "Villenviertel", denn dort ist es schön ruhig und es fahren nur wenige Autos. Und was unternehmen wir morgen? ;) Na ratet mal...

Wenn dann der Papa Fuchs nach Hause kommt, und sich freut, dass er sich endlich mit niemandem mehr auseinander setzen muss, dann freut sich Mama Bine wie toll, dass sie endlich jemanden hat, mit dem sie reden kann, fernab von "dududududu" und "killekillekille" ^^ So prallen dann die unterschiedlichen Erwartungen zweier Erwachsener aufeinander, dass kann noch spannend werden ;)

Gibt es eigentlich Partnerinnenbörsen für frische Mamas?  So frei nach dem Motto: Ich wohne in X und suche andere Mamas um mal einen Kaffee zu trinken, und einfach mal etwas vor zu haben...
Denn wie das so ist, sind wir für den Job (sowohl Mama Bine als auch Papa Fuchs) umgezogen, und haben jetzt "in der Fremde" gebrütet ;)

Aber wenn mich mal wieder so eine Laune erfasst, dann bin ich doch froh,dass ich nicht zur Zeit der Großfamilie lebe, denn dann hätte ich keinen Zugang zum Internet und dem Austausch mit anderen Mammis ;)
Dankeschön =)


Donnerstag, 11. September 2014

Papa Fuchs

Nun ist das hier kein Mama-Blog, aber ich finde die Idee der Paparade von Wiebke einfach so toll, dass ich auch mit machen möchte!  Wie sie selbst schreibt, gibt es einfach viel zu viele Gelegenheiten, sich im Alltag nur die Reibungspunkte vor Augen zu führen und die schönen Stunden einfach unter den Tisch fallen zu lassen :(
Deshalb möchte ich hier und jetzt schwarz auf weiß festschreiben, warum ich niemand anderen als Vater meines Kindes will, als den Fuchs, der mir zur Seite steht.

Das essentielle gleich zu beginn: ohne ihn wären wir schon längst verhungert ;) Herr Fuchs versorgt uns mit leckeren am liebsten chinesischen Gerichten vom Herd, die so kein anderer kann.

Herr Fuchs bringt mir das Wasser, wenn ich wieder mit dem Kleinen beim Stillen sitze und es irgendwo habe stehen lassen.

Er streichelt mir mit seiner warmen Hand den Rücken, wenn der Kleine Fuchs und ich wieder einmal nachts unsere Runden durch die kalte Wohnung gedreht haben.

Herr Fuchs bringt uns überall hin, weil Mama Bine immer noch nicht richtig Auto fahren kann. Zb zur Oma, wenn mir die (Kinder-)ZimmerDecke auf den Kopf zu fallen droht.

Er ist robust und eigentlich unkaputtbar, was im Umgang mit einem Tollpatsch wie mir, nur von Vorteil sein kann.

Er singt für den Kleinen Fuchs, obwohl er der Meinung ist, dass er es nicht kann und Mama liebt sein Gebrumme doch so sehr :)

Er sagt abends, wenn er von der Arbeit kommt, dass nichts so sehr hilft wie eine halbe Stunde BabyPflaster. Und die Mama kann in der Zeit wenigstens eine Mahlzeit in Ruhe und mit Genuss essen :)

Herr Fuchs kümmert sich um Papierkram, den eigentlich keiner gerne macht.

Und er sieht zu, dass Mama Bine auf ihren HöhenFlügen trotzdem den Boden nicht unter  den Füßen verliert.

Er hat den kleinen Fuchs in den Arm genommen und auf ihn aufgepasst, bis es mir wieder besser ging.

Er hat mit Opa tapeziert und sich mit AufbauAnleitungen herum geschlagen, bis wir ein Kinderzimmer hatten.

Und wenn ich sehe, wie glücklich der große den kleinen Fuchs anschaut, dann wird mir meine eigene Freude über den kleinen Fuchs jedes mal überdeutlich bewusst.

Und für wen das jetzt zu schnulzig ist, der hat Pech gehabt ;)

Danke mein großer Fuchs, dass du mit mir so einen kleinen tollen Fuchs in Produktion gegeben hast ;))